Du hast nichts Großes gekauft. Kein Urlaub, keine großen Anschaffungen und trotzdem ist am Ende des Monats dein Konto fast leer.
Wenn dir das bekannt vorkommt, steckt dahinter kein Zufall, sondern ein psychologisches Prinzip mit Namen:
das Parkinsche-Gesetz.
Woher das Parkinsche-Gesetz eigentlich kommt
Der Historiker Cyril Northcote Parkinson hat in den 1950er Jahren beobachtet, dass sich Arbeit genau in dem Maß ausdehnt, wie Zeit dafür zur Verfügung steht.
Nimmst du dir zwei Wochen für ein Projekt, wirst du auch zwei Wochen brauchen. Hast du nur drei Tage Zeit, schaffst du es meistens trotzdem in drei Tagen. Ursprünglich hatte dieses Gesetz gar nichts mit Geld zu tun, sondern beschrieb, wie wir mit Zeit umgehen.
Wie sich das Prinzip auf Geld überträgt
Genau dasselbe Muster lässt sich beim Geld beobachten.
Wenn du weißt, dass 2500 Euro auf deinem Konto liegen, rechnet dein Gehirn automatisch mit diesem Betrag und du gibst ihn im Laufe des Monats auch aus, ohne bewusst darüber nachzudenken. Ein Kaffee hier, ein neues Paar Schuhe dort, nichts davon fühlt sich nach einer großen Entscheidung an.
Am Ende ist das Konto trotzdem leer.
Warum eine Gehaltserhöhung selten mehr Ersparnisse bringt
Ein besonders auffälliges Beispiel dafür ist, was passiert, wenn das Einkommen steigt.
Viele erwarten, dass eine Gehaltserhöhung automatisch zu mehr Erspartem führt. In der Praxis passiert oft das Gegenteil.
Die Ausgaben wachsen einfach mit, weil das Gehirn den neuen, höheren Betrag als verfügbaren Raum interpretiert. Selbst Schauspielerinnen und Schauspieler mit Millionengagen kaufen sich teurere Häuser, mehr Personal, teurere Autos.
Das Einkommen steigt, aber am Ende bleibt oft nicht mehr übrig als vorher.
Was eine Popcorn-Studie damit zu tun hat
Ein anschauliches Beispiel für dieses Phänomen liefert eine Studie aus dem Kino.
Menschen, die eine besonders große Tüte Popcorn bekommen haben, haben deutlich mehr gegessen als jene mit einer kleineren Tüte, unabhängig davon, wie hungrig sie eigentlich waren. Der verfügbare Raum bestimmt den Konsum, nicht das tatsächliche Bedürfnis.
Bei Geld funktioniert genau derselbe Mechanismus.
Wie du das Parkinsche-Gesetz zu deinem Vorteil nutzt
Die gute Nachricht ist, dieses Prinzip lässt sich auch umdrehen. Wenn du weniger verfügbaren Raum hast, gibst du automatisch weniger aus.
Der einfachste Weg dorthin ist, einen Teil deines Geldes gleich zu Monatsbeginn auf ein anderes Konto zu überweisen, sei es ein Sparkonto, ein ETF Sparplan oder ein Depot. Das Geld auf deinem Girokonto verringert sich dadurch spürbar, und genau das sorgt dafür, dass du automatisch bewusster mit dem Rest umgehst.
Warum Einfachheit dabei der Schlüssel ist
Kompliziertere Systeme mit fünf verschiedenen Konten klingen zwar durchdacht, scheitern in der Praxis aber oft an der Umsetzung.
Ein einfacher automatischer Dauerauftrag, der einen festen Betrag direkt zu Monatsbeginn auf ein separates Konto überweist, funktioniert zuverlässiger, weil dein Gehirn Einfachheit liebt und du gar nicht mehr aktiv daran denken musst.
Bereit, dein Geld vor dir selbst zu retten?
Wenn du merkst, dass dein Geld regelmäßig verschwindet, ohne dass du sagen kannst wohin, dann lass uns reden.
In einem kostenfreien Strategiegespräch schauen wir gemeinsam an, wie du das Parkinsche-Gesetz für dich nutzen kannst, um automatisch mehr zu sparen und dein Geld gezielt für dich arbeiten zu lassen.
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Denn die Frage ist nicht, ob du es kannst.
Die Frage ist: Wann fängst du an?
